Sachstand KITA-Erweiterung | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Sachstand KITA-Erweiterung

Um es vorwegzunehmen … die Bauarbeiten sind leider nicht so weit fortgeschritten wie wir uns das alle gewünscht haben und wie es auch geplant war.

Die Gründe hierfür sind vielfältig … Materialverfügbarkeit spielt eine immer größer werdende Rolle bei solchen Bauvorhaben. Produktionsrückstände oder Speditionen, die nicht wegen 8 Türzargen aus Polen nach Deutschland fahren wollen und dann erst 2 Wochen später als geplant liefern, sind nur einige Beispiele.

Vereinzelt sind es aber auch die beauftragten Firmen, die aus verschiedensten Gründen ihr Arbeiten nicht fristgerecht ausführen. Auch hier spielen häufig nicht verfügbare Materialien, erhöhte Lieferzeiten aber auch Personalknappheit eine Rolle. Der eine oder andere Unternehmer ist aber auch schlichtweg überfordert, weil er möglicherweise zu viele Aufträge parallel angenommen hat.

Wir haben aber auch viele großartige Unternehmen an der Baustelle, die dann aber leider in ihrer Ausführung von den „schwarzen Schafen“ behindert werden. Oftmals bauen die einzelnen Gewerke aufeinander auf.

Viele Bürger haben mich gefragt, warum man denn die unzuverlässigen Firmen nicht einfach kündigen kann. Nun … auch dies ist nicht so einfach und an gewisse Fristen und Abläufe gebunden. Bis zur Beauftragung des neuen Handwerkers vergeht dann auch wieder Zeit und auch der hat das benötigte Material auch nicht immer auf Lager. Oftmals sind es auch Maßanfertigungen ... denken wir an Aufzug, Küche, Geländer, Türen usw. Es gibt Fälle, da hat die Kündigung eines Unternehmers aufgrund der dann folgenden rechtlichen Auseinandersetzung den Bau für rund 1 Jahr komplett gestoppt. Das kann nicht unser Ziel sein.

Die Vertragsauflösung ist daher am Ende immer nur die „Ulitma Ratio“, wenn klar erkennbar ist, dass der Handwerker seine geschuldete Leistung definitiv nicht erbringen kann oder will. Zur Wahrheit gehört auch, dass wir dies in einem Fall gerade leider in Erwägung ziehen müssen.

Letztlich spielt auch eine Änderung des Vergaberechts durch ein Urteil des EuGH im Verlauf der Bauphase eine Rolle, welche Ausschreibungen und Auftragsvergaben komplexer und zeitaufwändiger macht. Die Vergabestelle der Verbandsgemeinde betreut nicht nur unseren Kindergarten, sondern alle Baumaßnahmen in der VG. Da ist es nur logisch, dass auch dort hin und wieder Wartezeiten entstehen. Dies ist kein Vorwurf aber ein Fakt.

Über all diesen Vorgängen thronen die Fördermittel. Gravierende Verstöße bei der Auftragsvergabe können zum Verlust von Fördermitteln führen, was auch keiner will.

Und wenn dann alles fertig ist, müssen Gesundheitsamt, TÜV usw. die erforderlichen Prüfungen vornehmen, wobei auch diese mittlerweile einige Wochen oft Monate brauchen, um eine Prüfung durchzuführen. Am Ende steht dann irgendwann die Betriebserlaubnis, dass an diesem Standort eine KITA betrieben werden darf.

Die alles entscheidende Frage, die viele Bürgerinnen und Bürger und damit auch die Vereine umtreibt, lautet ….

Wann können wir wieder in die Blücherhalle ?

Die Antwort ist genauso kurz …

Ich weiß es nicht.

Wir hoffen noch immer, dass wir es bis Ende 2026 schaffen und das ist auch weiterhin unser Ziel. Nur beim Anblick des derzeitigen Baufortschrittes schwindet meine Hoffnung immer mehr. Und wenn die Kita ausgezogen ist, wäre die Halle auch nicht zwei Tage bereit für eine Großveranstaltung. Der Rückbau der Anforderungen für die KITA braucht auch noch seine Zeit.

Uns ist bewusst, dass eine verspätete Fertigstellung im Jahr 2027 es erneut verhindern würde, dass wir Weihnachtsfeiern und Fastnacht in der Blücherhalle abhalten können. Es macht mich und auch den Gemeinderat traurig und wir sind da auch teilweise verärgert, über die Gleichgültigkeit des einen oder anderen Beteiligten. Nur fehlen uns einfach die Möglichkeiten entscheidend darauf Einfluss zu nehmen. Unser Architekt und wir versuchen unser Möglichstes.

Wir geben die Hoffnung nicht auf … nachfolgend habe ich ein paar Bilder von der Baustelle.

Beste Grüße
Sascha Leonhardt
Ortsbürgermeister